• JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator
  • JoomlaWorks AJAX Header Rotator
Home
Arbeit mit Behinderten
Tiergestützte Therapie in der Schule Winterbachsroth (Schule für Geistigbehinderte Dudweiler)


Grundlegendes zur Tiergestützten Therapie

Wer ein Haustier besitzt, lebt gesünder! Das belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien, die z.B. den Einfluss von Hund und Katze auf das körperliche und seelische Wohlbefinden untersucht haben. Dass Tiere für Menschen wichtig sind, ist schon seit langem bekannt. Bereits im achten Jahrhundert wurden in Belgien Tiere zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Walter von der Vogelweide besang im Mittelalter, dass ein „Tier dem Herze wol macht“.

1792 gründete William Tuke eine Einrichtung für geistig behinderte Menschen in England, in der die Bewohner kleine Tiere halten durften. In Deutschland wurden im 19. Jahrhundert Tiere im Epileptiker-Zentrum in Bethel zur Beruhigung und Beschäftigung der Patienten bewusst eingesetzt.

Wissenschaftlich erforscht wird die Therapie mit Tieren erst seit Anfang der 60 Jahre des 20. Jahrhunderts. Heute werden in Deutschland Tiere immer mehr in Kliniken der Kinder und Jugendpsychiatrie eingesetzt. Dabei wird von einer mittel- bis hochgradigen Wirkung von Tieren auf den Therapieverlauf ausgegangen.

Inzwischen gibt es viele Einzelfallstudien verschiedener Universitäten, die die positive Wirkung auf Menschen belegen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse über die positiven Auswirkungen, die Hunde auf Kinder mit unterschiedlichen Problemen haben, wurden und werden insbesondere von der Universität Leipzig gewonnen (Medizinische Fakultät der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters).


Projekt: Hunde und Kinder in der Schule Winterbachsroth

ImageIm Juni 2006 begann eine Betreuung ausgesuchter Kinder bzw. Jugendlicher in der Schule Winterbachsroth, Dudweiler, durch einen Besuchsdienst mit Hunden. Die ersten betreuten Kinder sind teilweise Rollstuhlfahrer, haben Probleme in der Motorik und Koordination der Bewegungen (spastische Lähmungen) und/ oder zeigen Probleme im Sozialverhalten hinsichtlich Angst oder Aggression. Auch vermochten sich einige nicht verbal zu artikulieren.

Die Resultate dieser ersten Begegnungen waren so viel versprechend, dass die Schule diese tiergestützte Therapie gerne in ihr Programm aufnahm.

Seit Ende November 2006 werden vier ausgesuchte Kinder, drei Mädchen und ein Junge, bis zu den Sommerferien im 14 tätigen Rhythmus regelmäßig eine halbe Stunde lang durch einen Hundebesuchsdienst betreut. Die Betreuung findet durch eine Sozialarbeiterin, die seit 12 Jahren mit Hunden arbeitet und ihrem Leonberger durchgeführt. In Zusammenarbeit mit den Klassenlehrerinnen wurden Förderziele erarbeitet.

Bei allen vier Kindern spielen die Förderung der Motorik und neue Reize für die Sinneswahrnehmung eine große Rolle. Zwei Kinder, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, werden zur besseren Kontaktaufnahme auf ein großes Kissen (Sandsack) gesetzt. Je nach Größe werden die Hunde auf den Schoß bzw. neben die Kinder gesetzt oder gelegt, so dass sie leichter gestreichelt werden können. Durch das Halten des Blickkontaktes wird die Konzentration gefördert. Liegt der Hunde zu Füßen des Kindes, wird durch Kreisen der Beine auf dem Rücken des Tieres, das Bewusstsein auf die Körpergliedmaßen gelenkt, die sonst mental eher vernachlässigt werden.

Die Arbeit zeigt sehr gute Erfolge. Die Hände der Kinder entspannen durch die Berührung mit dem Fell zusehens. Ihre Gesichter zeigen deutlich, wie wohl sie sich die Kinder fühlen und welche Freude sie mit den Tieren haben. Kalte und verkrampfte Hände werden schon nach wenigen Minuten warm und weich.

Zwei Kinder, die mit axulärer Unterstützung laufen könnten, arbeiten lieber auf einem Stuhl sitzend mit dem Hund. Hier liegt das Augenmerk mehr auf der Koordination der rechten und linken Körperhälfte sowie auf der Unterstützung der Motorik und in der Kommunikation mit dem Hund. Sie präparieren beispielsweise einen Futterball oder werfen einen Ball, den der Hund apportiert.

ImageBei einem sprachbehinderten Mädchen wird die Kommunikation zusätzlich gefördert, indem sie durch Deuten auf eine Symboltafel ihre Bedürfnisse mitteilt. Die Symbolliste wird ständig erweitert, so dass sie immer differenzierter ihre Wünsche mitteilen kann. Mit einem anderen Mädchen soll künftig verstärkt im Stehen gearbeitet werden, um die Motorik in den Beinen zu stärken und das Kind zu motivieren, sich an der Seite des Hundes zu bewegen.

Die Erfolge der Arbeit, wie die Freude aller Beteiligten, lassen hoffen, dass diese Form tiergestützter Therapie weitere Förderung und Verbreitung findet.
 



Impressum / ©2008-2009 Icare Media