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Jacko

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Nachruf 23.3.1997 – 28.06.2011

Lieber Jacko,

14 Jahren alt bist Du geworden. Ein schönes Alter für einen so großen Rüden. Aber für uns, die wir Dich, den „Mann aus den Bergen“, geliebt haben, immer noch zu früh. Dich, den grauen Bären mit den ausdrucksstarken, sprechenden  Augen  werden nie vergessen.

Kennen gelernt haben wir Dich vor 9 Jahren,  als Du als guter Onkel in der Welpengruppe eingesetzt wurdest. Unsere damals sehr zurückhaltende Hündin Hopi hat gleich Vertrauen zu Dir gefasst. Weißt Du das noch? Du lagst auf einem niedrigen Tisch und betrachtetest in aller Ruhe das bunte Treiben der Kleinen. Hopi legte sich unter den Tisch und fühlte sich dort sehr sicher. Bald lernten wir Dich noch besser kennen, als wir zusammen in die gleiche Gruppe gingen. Du schienst immer so gelassen und ruhig als ob Du über den Dingen standst.

Vom Deinem Frauchen wissen wir aber, dass es auch andere Zeiten in Deinem Leben gab.

Mit Deinem geliebten Frauchen hat Du einen schweren Schicksalsschlag gemeistert, der beide nur noch enger zusammenwachsen ließ. Als hochsensiebler Hund hast Du es verstanden, Dein Frauchen aus dem Tal der Tränen heraus zu holen. Ihr wurdet zum Dreamteam: Jacko ohne Eva – Eva ohne Jacko – einfach unvorstellbar und für jedermann sichtbar.

Andere Rüden waren nicht immer Dein Ding. Dein Frauchen fragte scherzhaft andere Besitzer: „Kennen Sie auch das Buch: Rüden machen einsam?“ Aber durch Dich ist ihr Leben keineswegs einsam geworden. Immerhin hätten wir uns sonst nie kennen gelernt!!! Und das wäre unglaublich schade gewesen.

Aber es gab auch andere„Feinde“. Ein  Auto auf einem Waldweg, das konnte und durfte nicht sein, da sahst Du Handlungsbedarf. Wir konnten das übrigens gut nachvollziehen. Autos haben in Wäldern nichts verloren und rasende schon gar nicht.

Die dickste Freundschaft hattest Du immerhin mit einem Rüden, dem Freund fürs Leben, mit unserem Bautz. Ihr wart Euch aber auch so ähnlich, zwei Beamte sozusagen, der Ranger und der Banker.

Du hast seine Tradition im Wald alle Bänke anzuzeigen nach seinem Tod fortgeführt. Du warst wirklich ein As auf diesem Gebiet. Du kanntest alle Bänke in den Wäldern des Saarlandes, wo Du jemals spazieren gegangen bist. Du musst einen inneren Plan gehabt haben, wir haben nur gestaunt!! Auch wenn wir nach Monaten erst wieder einen dieser Wege nahmen, bis Du schon voran geeilt, um auf die Bank aufmerksam zu machen. Wenn Frauchen das einmal nicht bemerkte, kamst Du zu mir, um sie mir zu zeigen – und natürlich die Belohnung abzuholen. Später fandst Du heraus, dass noch mehr Würdigung in Form von Leckerchen abfiel, wenn Du Dein Frauchen und mich auf die Bank aufmerksam machst. Aber wer konnte es Dir verübeln – bei diesem Blick.

Aber nicht nur auf Bänke machtest Du uns aufmerksam gemacht, auch auf Schranken, Wasserspeicher, Hütten, eben alles was im Wald an Besonderheiten vorhanden war, ganz im Sinne von Deinem kleinen Freund.

Ein besonders süßes Ritual gab es zwischen uns, wenn Du ins Auto einsteigen solltest. Ein Blick genügte und die liebe Ruth ging mit Dir zum Auto, um Dich mit einem Leckerli zum Einsteigen zu bewegen. Oh, diese sprechenden Augen, wer hätte diesem Blick auch wiederstehen können. Ganz zuletzt bist Du nur noch eingestiegen, wenn ich mit Dir ging. Wie oft haben wir alle in solchen Situationen über Dich lachen müssen!

In seinen jungen Jahren warst Du einer kleinen Hatz bei verführerischen Wildspuren nicht abgeneigt– sehr zum Leidwesen von Frauchen. Das gewöhnte Dir unsere Hopi ab, als sie zur „Gouvernante“ herangereift war und als selbsternannte Erzieherin tätig wurde. Sie rief Dich zur Ordnung, da kennt sie kein Pardon, egal ob der zu erziehende Artgenosse größer oder älter ist. Du hast tatsächlich gehorcht und ab diesem Zeitpunkt nur sehnsuchtsvoll in den Wald, dann weniger sehnsuchtsvoll zu Hopi geblickt und dann die Entscheidung getroffen: Na dann eben nicht!“ Dein Frauchen fand das gut.

Auch Hopis „Küsse“ ertrugst Du mit stoischer Gelassenheit. Immer wenn sie hochsprang und Dich über die Schnauze leckte, drehtet Du nur den Kopf zur Seite und ließest es über sich ergehen. Frauen scheinen so etwas manchmal zu brauchen.

Aber es gab auch Favoriten, oder besser Favoritinnen in der Damenwelt, z.B. Rika oder Sally und gaaanz besonders die schwarze Emma. Sie hat einfach das gewisse Etwas, das selbst Herren im fortgeschrittenen Alter wieder zum jungen Casanova werden lässt, auch wenn das Laufen schon schwer fällt.

Für unseren  jungen Luke, warst Du von Anfang an Vorbild und Erzieher, ein richtiger Vaterersatz. Dein kleiner verstorbener Freund wäre stolz auf Dich gewesen. Von Welpenbeinchen an hast Du darauf geachtet, dass Luke nicht über die Stränge schlägt und ältere Hunde akzeptiert. Und dich, Jacko, hat er bis ins hohe Alter respektiert. Dafür möchten wir dir noch einmal danken.

Bis zum Schluss warst Du noch regelmäßig mit Deinem Rudel der langjährigen Freunde unterwegs und Dir wurde von allen Menschen und Tieren die Würde und Ehrerbietung entgegengebracht, die Du verdient hast.

 

Leb wohl, lieber Mann aus den Bergen. Wir werden dich nie vergessen. Und jetzt seid Ihr drei Männer – Carlos, Du und Bautz – endlich wieder zusammen.

Das tröstet uns ein wenig.

Deine Ruth

 

Danke, liebe Ruth.

Du hast Jacko so gut beschrieben und ihn manchmal sogar besser verstanden als ich. - Seelenverwandte eben.

Bei der Samstagsgruppe und bei Susanne möchte ich mich dafür bedanken, dass Jacko noch in den letzten Wochen beim Training und den Spaziergängen dabei sein durfte und jeder Rücksicht auf ihn genommen hat. Er  konnte zwar nicht mehr alles mitmachen aber bei der Leckerliverteilung hat er immer in der ersten Reihe gestanden und er hat noch so viel Freude gehabt.

Danke auch an Harald vom „Rosengarten“ und Tierärztin Dr. Claudia Biewald, die mir beim Abschiednehmen zur Seite standen.

Ich bin dankbar für die schönen Jahre mit einem wundervollen Hund, dem Hund mit dem „menschlichen Blick“. Er hat den Auftrag seines Herrchens, auf Frauchen aufzupassen, erfüllt, bis seine Kraft zu Ende ging und er jetzt auf der anderen Seite bei ihm ist.

Aber er fehlt mir so sehr.

 

Eva

 



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